Evangelische Kirchengemeinde Sindolsheim

Örtliche Lage

 
Sindolsheim liegt am Oberlauf der Kirnau zwischen Altheim und Rosenberg auf 320 m üNN. 

Quelle: Wolf Tecklenburg
 
Mit dem Auto erreichen Sie Sindolsheim über die Autobahn A81, Ausfahrt Boxberg zwischen Heilbronn und Würzburg, von Hardheim kommend über Gerichstetten und Altheim und von Osterburken kommend über Rosenberg.

Kirche und Gemeindehaus

Quelle: Robert Menold

 
Adresse:

Evangelische Kirche Sindolsheim
Kirchenstraße 4
74749 Rosenberg-Sindolsheim
  

Quelle: Wolf Tecklenburg
 
Adresse:
Evangelisches Gemeindehaus Sindolsheim
Kirchenstraße 6a
74749 Rosenberg-Sindolsheim

Geschichte der Kirchengemeinde

 
Unsere Kirche ist eine der schönsten Dorfkirchen des Baulandes. Ihr ältester Teil ist das untere Stockwerk des Kirchturmes, dieses war der nach Osten ausgerichtete Chorraum einer um 1150 bis 1250 im Stil der Romanik erbauten Kirche. Freigelegte Malereien aus der Zeit um 1300 zeigen die Grablegung Christi und die Symbole der vier Evangelisten, die zwischen den mit einem Zahnfriesmuster versehenen Kreuzrippen des Gewölbes dargestellt sind.
Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde die Kirche 1406 als Laurentius-Kapelle, nach dem Schutzpatron benannt.
Vom Altar an der Ostwand sind heute noch vier Heiligenfiguren erhalten, die von Tilman Riemenschneider aus Lindenholz geschnitzt wurden. Die Figuren stehen derzeit im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe.
Im Mittelalter als Wallfahrtskirche dienend, wurde 1602 mit einem Neubau begonnen. Die Kirche wurde nach Süden erweitert und nach Westen verlängert, der Turm wurde mit einem Dachreiterlein erhöht, die Fenster mit schönem Maßwerk verziert. Der Altartisch von 1608 ist ein Werk der Renaissance mit 1777 vorgeblendeter Retabel des Rokkoko. Der Altaraufsatz mit einer Abendmahlsdarstellung von Hans Junker und der Kreuzigungsgruppe, umrahmt von Leuchter- und Posaunenengeln, kam 1777 hinzu. Den Abschluss bildet das Wappentier der ehemaligen Grundherrschaft der Rüdt von Collenberg.
Die Kanzel von 1609 mit dem wuchtigen Schalldeckel ist durch ihre Einlege- und Schnitzarbeiten ein Kunstwerk besonderer Prägung. Von meisterhaften Steinmetzarbeiten legen die beiden Emporen Zeugnis ab. Die Empore an der Südseite wird 'Schlossempore' genannt, sie war der Sitz der Grundherrschaft mit Zugang vom äußeren Treppenturm. Darunter hatten die Kirchengemeinderäte ihren Sitz im fast 400jährigen Gestühl.
Die ehemalige 'Orgelempore' an der Nordwand verlor ihre Bedeutung mit dem Kauf einer neuen Orgel 1767, welche auf einer neu errichteten Empore zwischen 'Schlossempore' und 'Orgelempore' ihren Platz fand. Die barocke Fassung der Orgel ist noch original. Auf ihr ist ein Chronogramm zu sehen, eine lateinische Umschrift mit hervorgehobenen römischen Zahlenbuchstaben, die das Jahr der Fertigstellung dokumentieren.
Eine leuchtende Freskomalerei an der Decke von 1766 stellt die Taufe Christi und die Evangelisten in Medaillons dar.
An der nördlichen Seitenwand befindet sich das Grabmal des Johann Ernst Rüdt von Collenberg, der 1715 starb. Es schließt sich an das Grabmal seiner beiden Töchter, die 1706 im Hochwasser der Seckach bei Adelsheim ertranken. An beiden Seitenwänden sind Tafeln mit den Namen der im I. Weltkrieg gefallenen und vermissten Söhne der Gemeinde angebracht.
Im Kirchgärtlein befindet sich eine Gefallenengedächtnisstätte für die toten Soldaten des II. Weltkrieges.
Noch heute ist die Sindolsheimer Kirche die Patronatskirche der ehemaligen Grundherrschaft.
 
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