Die Heilige Elisabeth

- 21.11.2016 - 

 

Heute, am 19. November, ist der Gedenktag  der heiligen Elisabeth von Thüringen. Sie ist Patronin der Caritas-Vereinigungen, weil sie durch ihre Hilfsbereitschaft und Güte ein exzellentes Leitbild für alle caritativen Einrichtungen ist. 

Zahlreiche caritative Einsatzstellen haben sich nach der heiligen Elisabeth benannt und nehmen sich ihre Mildtätigkeit und Nächstenliebe als Vorbild. Caritas ist das Lateinische Wort für Wertschätzung und Nächstenliebe, und die Mithilfe in Einrichtungen der Caritas oder auch der ganz persönlich erbrachte Dienst für Bedürftige sind für uns Christen ein ebenso wertvoller Grunddienst wie die Feier von Gottesdiensten und die Verkündigung des Glaubens. Ohne Taten der Nächstenliebe blieben unsere Gebete und unsere Verkündigung des Glaubens leere Worte. Im Jakobusbrief heißt es dazu: „Ich zeige dir meinen Glauben aufgrund der Werke.“ - Wir Christen brauchen aber auch unseren Halt im Gebet und wir brauchen die Weisungen Gottes aus der Bibel. Im Idealfall sind Gottesdienste, Gebete und das Hören auf Gottes Wort eine Kraftquelle für uns Menschen, ein Ansporn, Gutes zu tun. Besonders im Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus ins Leben gerufen hat, aber auch darüber hinaus, sollten wir Christen uns in Werken der Nächstenliebe, in Werken der Barmherzigkeit üben.  Im Alltag kann es ein erster wichtiger Schritt sein, Menschen überhaupt zu beachten, Menschen anzusprechen, ihnen zuzuhören, sie zu trösten, Zeit für sie zu haben und Freude zu schenken. Zeichen der Liebe und Freude sind es für uns Menschen auch, wenn wir Geschenke und Blumen überreichen oder von jemandem bekommen. Im Leben der heiligen Elisabeth spielten Rosen eine besondere Rolle. Oftmals „schmuggelte“ sie Lebensmittel aus ihrer Burg und gab sie Armen und Kranken. Als sie eines Tages von der Familie ihres Mannes entdeckt wurde, wie sie Lebensmittel verschenken wollte, verwandelten sich die Brotlaibe in Rosen. Diese Legende ging als Rosenwunder in die Geschichte ein und machte Elisabeth noch bekannter, als sie es ohnehin war. Heute noch singen wir in Anlehnung an das Rosenwunder das Lied: „Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht… dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er schon in unserer Welt…“ Und es klingt plausibel: Wo wir Brot und Rosen teilen, d. h. für mich nicht nur Essen spenden, sondern Essen und Leben und Freude teilen, da wohnt Gott in unserer Welt, da wird ein Stück Himmel auf Erden erfahrbar. Wir müssen dazu nicht bis Weihnachten warten. Bei allem was uns bedrückt und gerade auch im Grau des Novembers besteht immer die wunderbare Gelegenheit, durch unser Engagement Licht und Freude in das Leben von uns und anderen zu bringen. Die heilige Elisabeth hat uns das mutig und eindrücklich vorgelebt.      

Allen, die Elisabeth als ihre Namenspatronin haben, wünsche ich heute Gottes Segen zum Namenstag.

Ihre Ute Hodel,                                                                  Gemeindereferentin in der SE Adelsheim-Osterburken-Seckach