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05.09.2010, 04:41 Uhr
 
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Kunstwerk des Quartals
Sommer 2009
­ Liebe Leser,

manchmal blättere ich durch meine Bilder und schaue und erinnere mich und da bleibe ich jetzt hängen bei einem Holzschnitt. Um 1920 hat Walter Ophey das Blatt geschnitten; 1882 in Eupen geboren zählt er zu den Künstlern der Rheinischen Sezession.
Gerne nehme ich Sie an die Hand und gehe mit Ihnen im Bild spazieren.

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­Max Ophey: Ahlfeld; Holzschnitt; Privatsammlung Würzburg/ Eberstadt

Rechts erkenne ich ein Schloß mit einem Turm. Links daneben ein weiterer Turm, wohl der Kirchturm des Dorfes. Eingebettet in die Hügel der Landschaft. Bäume umfangen das Dorf.
Mir wird ganz warm, wenn ich das Bild sehe. Ich weiß: Ophey hat das Schloß Antfeld ins Bild gebracht. Aber für mich ist es mein Wohnort Eberstadt bei Buchen. Die Hügel, von Schlierstadt kommend oder von Buchen oder von Bofsheim, in die unser Dorf geschmiegt ist. Und am Dorfplatz das Schloß mit seinem Turm. Und oben, über dem Dorf unsre Kirche. Mir wird ganz heimatlich in der Seele.
Aber das geht nicht nur mir so: ähnliche Landschaften treffen wir an in vielen Gebieten unsrer badischen Landeskirche: im Bauland und im Kraichgau, im Odenwald und im Markgräfler Land….

So ist Kirche: eine Heimat für unsre Seele. Jede Kirche ist wie ein „Nach-Hause-kommen“. Viele Menschen schauen sich gerade im Sommer oder im Urlaub Kirchen an. Und so alt oder modern die jeweiligen Kirchen sein mögen, so schlicht oder prachtvoll, so licht oder geheimnisvoll-halbdunkel: sie alle bieten unser Seele eine Heimat. Weil sie Häuser sind, in denen ich Gott begegnen kann. Krchen laden ein, wieder einmal Gott ‚Guten Tag’ zu sagen. Und ihm meine Zufriedenheit – oder meine Zerrissenheit, meine Freude oder meinen Kummer zu erzählen. Einfach einmal sich hinzusetzen. Nicht shoppen, nicht staunen, nicht rennen. Einfach dasein. Einfach schweigen. Einen Augenblick ruhig werden. Niemand will etwas von mir. Herrlich! Neben allem kunsthistorischem und touristischem Interesse wollen Kirchen - und Kirchengemeinden!- Orte der Gottesbegegnung sein und des Gebets.


Eine herrliche, gott-gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen Ihr
Mathias Bless, Pfr, Eberstadt

 

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Aktualisiert Dienstag, 04. August 2009
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