Warum heute noch an Gott glauben?
Freitag, 23. Juli 2010, 09:47 Uhr
Liebe Leserinnen und Leser,
in meinem Beruf stellt sich mir immer wieder die Frage, wie ich Menschen von unserem christlichen Glauben begeistern kann. Wie kann ich heutige Menschen erreichen, die in ihrer Freizeit relaxen und Spaß haben wollen? Wie kann ich Menschen davon überzeugen, dass unser Glaube ein erfülltes Leben verspricht und bestmöglichen Halt im Leben bietet?
Auf die Frage „Warum heute noch an Gott glauben?“ habe ich folgende Antwort erhalten: „Es gibt eine Sehnsucht in jedem Menschen, die nur von Gott gestillt werden kann“.
Lassen Sie uns deshalb einen Blick auf unsere menschlichen Sehnsüchte oder Wünsche werfen. Von Wilhelm Busch stammt der folgende Satz: „Ein Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge“. Und in der Tat, so ist es oft mit unseren menschlichen Wünschen. Sobald eine Sehnsucht erfüllt scheint, fällt uns ein neues begehrenswertes Ziel ein, und die soeben empfundene Zufriedenheit weicht in der Regel ganz schnell einer neuen Sehnsucht. Sollten wir deshalb über die menschliche Unzufriedenheit klagen? Ich sage „Nein“, denn diese unendliche Sehnsucht im Menschen ist ein Beweis dafür, dass wir auf etwas Größeres, etwas Unendliches ausgerichtet sind. Auf Gott. Erst wenn wir uns in IHM geborgen oder aufgehoben fühlen, wenn wir unser Leben stimmig nach dem Gesetz der Liebe zu Gott und den Mitmenschen ausrichten, werden wir Erfüllung und Ruhe finden. Wir werden entdecken, dass nur diese Liebe zu Gott und den Mitmenschen Frieden für uns und die Welt ermöglicht.
Sicher gelingt es uns nicht immer, uns an dieses Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe zu halten. Sicher wird uns manche „Laus über die Leber laufen“, und wir werden noch manche Wut in uns spüren. Dafür sind wir Menschen, die eben nicht perfekt sein können.
Ich denke, bei unserem Glauben geht es in erster Linie um unser ehrliches Bemühen um das Gute, das uns in jeder Situation neu aufgegeben ist, und das durch nichts ersetzt werden kann.
„Lass uns deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit / und mit unsrer kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft.“ So singen wir im Lied „Sonne der Gerechtigkeit“, und das könnte uns zum Motto werden, für ein glückliches Leben.
Gottes Segen wünscht Ihnen Ihre Ute Hodel,
Gemeindereferentin der SE Adelsheim-Osterburken-Seckach