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05.09.2010, 04:24 Uhr
 
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Aktuelles - Ev. Kirche Eubigheim, Hirschlanden und Hohenstadt

Orgel & Co

Konzerte in der neu renovierten Kirche Hirschlanden

Im Rahmen der Kirchenrenovierung wurde auch die Orgel saniert.
Sie hat nun wieder einen wunderschönen Klang und wir wollen möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen, diesen zu geniessen.

Am Sonntag, den 20. September 2009 eröffneten wir eine Konzertreihe unter dem Titel "Orgel & Co.". 

Elise Schweizer (Orgel) und Lorenz Schweizer (Trompete)  haben Auszüge aus der Missa Brevis, Orgelwerke aus verschiedenen Epochen, komponiert von Jacob de Haan zu Gehör gebracht.

Am 11. Oktober 2009 kamen im Rahmen einer geistlichen Abendmusik Werke aus der Barockzeit und der Romantik zur Aufführung. Mitgewirkt haben dabei: Susanne Oehm-Henninger (Mezzo-Sopran), Marianne Renkert (Orgel), Sabine Steinmetz (Flöte).

Am 4. Advent, 20. Dezember 2009, war die Orgel zusammen mit Cello, Bratsche, Violine und Flöte zu hören.Das Konzert stand unter dem Thema „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, da im Laufe dieser geistlichen Abendmusik auch die 15 Strophen dieses Liedes von Martin Luther gesungen wurden. Gestaltet wurde das Konzert von Sabine Steinmetz, Elke Fertig und Jasmin Kaibel aus Brehmen, Falk Salzer aus Veitshöchheim und Dr. Rolf Binder aus Eubigheim.

Am 18. April 2010 musizierten die Kinder der Grundschule Rosenberg mit ihrer Flötengruppe und trugen Gedichte sowie ein Lesetheater vor.

Der nächste Termin ist am 24. Oktober 2010, 18.00 Uhr,  mit einem Vocalensemble geplant.

Der Öffentlichkeit wird hiermit eine weitere Chance geboten, den faszinierend vielseitigen Klang der vom Orgelbauer Mahler restaurierten Orgel zu genießen. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden für die Orgel wird gebeten.

 

 

 

 

 

Die Jubiläumskonfirmationen im Jahr 2010 finden statt:

26. September in Hirschlanden und Hohenstadt
10. Oktober in Eubigheim

Wer in Hirschlanden, Hohenstadt und Eubigheim konfirmiert wurde, erhält eine persönliche Einladung (sofern die aktuelle Adresse bekannt ist).
Wer nicht hier konfirmiert wurde, aber die Jubiläumskonfirmation hier mit feiern möchte, möge sich bitte im Pfarramt melden.

 

Reformation und Gegenreformation in Rosenberg

Die Rosenberger Reformationsgeschichte ist vor allem mit dem Namen Albrecht von Rosenberg eng verknüpft. Er wurde 1519 in Unterschüpf geboren. Als Erwachsener  hat er lange für sein Erbrecht, die Herrschaft Boxberg, gekämpft. 1561 kam es zum Vergleich, dabei musste Albrecht von Rosenberg die Herrschaft Boxberg an die Kurpfalz abgeben, vorher hatte er jedoch in allen dazu gehörenden Orten die Reformation eingeführt. Der Augsburger Religionsfrieden:  „Wie der Fürst, so das Volk“ von 1555 legitimierte ihn dazu. Auch seine Verwandten taten es ihm nach.

 

So dass zwischen 1556 und 1559 die Gemeinden Boxberg, Angeltürn, Wölchingen, Gräffingen, Schillingstadt, Schwabhausen, Windischbuch mit Seehof, Bobstadt, Schweigern, Epplingen, Rosenberg, Bofsheim, Hohenstadt, Buch am Ahorn, Uiffingen, Kupprichhausen, Lengenrieden, Ober – und Unterschüpf, Sachsenflur, Oberbalbach, Edelfingen, Kleinrinderfeld, Neubronn, Uttenhofen, Waldmannshofen, Wermutshausen und Niederstetten evangelisch wurden.
Albrecht von Rosenberg war viel an der Ordnung in seinen Gemeinden gelegen. Genauso wie er alle weltlichen Bereiche strukturierte, sorgte er für das kirchliche Leben. Er ließ Schulen und Kirchen instand setzen. Die Oberaufsicht in einer Schule führte der Pfarrer. Er berief Pfarrer, bestimmte den Gottesdienstplan, gründete eine eigene Kirchenbehörde und ließ alle Geistlichen zwei Mal im Jahr zu einer Synode zusammenkommen. Der Kirchenbesuch war Pflicht, Versäumnisse wurden streng bestraft, Gotteslästerung ebenso.
Doch 1572 starb Albrecht zu Rosenberg ohne Nachkommen zu hinterlassen.
Zunächst fielen seine Herrschaftsanteile an seine Vettern Hans Cargus und Philipp Jakob. Drei Brüder der Haldenbergstettener Linie teilten 1586 den Besitz. Albrecht Christoph bekam Rosenberg. Er hat 1610 die Kirche erweitern lassen. Ein Epitaph in der evangelischen Kirche weist darauf hin. Doch auch diese drei Brüder starben kinderlos.  Da Rosenberg ein Lehen des Bischofs von Würzburg war, fiel es 1672 an ihn zurück. Bischof Franz von Hatzfeld wies den lutherischen Pfarrer Johannes Scheuermann nach Bofsheim aus und gab das Lehen seinen Brüdern.
Mit den Hatzfelds herrschte nun wieder eine katholische Obrigkeit über Rosenberg und katholische Familien zogen zu. Das Gotteshaus wurde simultan genutzt und die evangelische Gemeinde von Bofsheim aus verwaltet. Zwar hatte inzwischen der Westfälische Friedensschluss bestimmt, dass die Konfession der Obrigkeit nicht mehr für die Untertanen maßgeblich sein sollte, die Menschen glaubten aber, dass es in einem Territorium nur eine Konfession geben könne. Es kam zu einem Machtkampf.
1730 endete die hatzfeldsche Zeit. Die Herrschaft wurde an den Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rochefort verkauft, der seinen Namen in Löwenstein-Wertheim-Rosenberg änderte, und heute noch der Patronatsherr von Rosenberg ist. Zusammen mit Bofsheim, Hohenstadt, Brehmen und Neidelsbach bildete Rosenberg das gleichnamige Amt.
Die Konfessionsstreitigkeiten nahmen zu, so dass sich die evangelische Partei schließlich einen Anwalt nahm und 1752 beim Corpus Evangelicorum eine Klage einreichte. Sie forderten ihren konfessionellen Status von 1624 zurück.
Das Urteil ließ bis zum 16. Dezember 1755 auf sich warten. Inzwischen war es der  evangelischen Seite klar geworden, dass man mit den Forderungen zu weit gegangen war. Sie bekam Kirche und Schule zurück und eine neue katholische Kirche wurde gebaut. Das katholische Bekenntnis hatte sich als gleichberechtigt behauptet. Am 16. Juni 1756 bekam Rosenberg mit Andreas Kirchweger wieder einen evangelischen Pfarrer. Dieses Ereignis wurde über 200 Jahre als Friedensfest gefeiert.
Ebenso lange wirkte dieser Streit in den Gemütern nach. Doch heute sind wir froh, dass Frieden herrscht und die Menschen, sowie die beiden Kirchen, freundschaftlich beieinander stehen.

(Elli Geiger)

Quellen: Karl Hofmann / Albrecht von Rosenberg /Sonderdruck: Mein Boxberg 2006 Max Löffler / Rosenberg in Herzen des Baulandes / 1974
Dr. Helmut Neumaier / Geschichte Rosenbergs im Heimatbuch von 2001

 

 

 

 

 

 

 

 

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