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06.09.2010, 09:49 Uhr
 
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Evangelische Kirchengemeinde Oberschüpf

Pfarrer: Dr. Heiner Kücherer
Evangelisches Pfarramt Unterschüpf
Tottenheimer Str. 13
97944 Boxberg
Telefon: 07930 / 367
Telefax: 07930 / 994658

E-Mail:

Das Pfarramt befindet sich in Unterschüpf.

So finden Sie die Kirche: Die Wehrkirche befindet sich an der Durchgangsstraße am Ortsanfang.
Information:

Oberschüpf ist ein Stadtteil von Boxberg und hat ca. 440 Einwohner. 310 davon gehören zur evangelischen Kirchengemeinde. Die Wehrkirche wurde im Jahre 807 das erste Mal erwähnt. Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen Fresken aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Kirchengemeinderat:

Vorsitzende: Sigrid Größlein

   Tel. 07930-2492 

Gottesdienst:

Sonntäglich mit wechselnden Anfangszeiten. Die Termine werden im Gemeindebrief und im Amtsblatt der Stadt Boxberg veröffentlicht.

Kindergottesdienst: Der Kindergottesdienst findet 14-tägig statt. Die Termine werden im Amtsblatt der Stadt Boxberg veröffentlicht.
Kindergarten: Der eingruppige, evangelische Kindergarten befindet sich in der Ortsmitte. Er wird mit verlängerten Öffnungszeiten geführt.

Gruppen:

Kinderstunde, Jungschar und Teenkreis wöchentlich durch die Liebenzeller Gemeinschaft 
Mutter-Kind-Gruppe
Aktuelles:

Festbankett anlässlich der 1200 Jahrfeier der Kirche Oberschüpf am 30. Juni 2007

Frau Prälatin Horstmann-Speer, die ebenfalls Grüße und Glückwünsche von der Karlsruher Kirchenleitung überbrachte, bezeichnete es als eine besondere Ehre zusammen mit Herrn Oberkirchenrat Werner die Badische Landeskirche anlässlich des Festaktes vertreten zu dürfen. Sie nannte die geschichtlichen Schicksale ganzer Landstriche, so auch den Schüpfer Grund  Zufälligkeiten, die überwiegend von politischem Machtkalkül bestimmt wurden. Aber Fakt sei, dass vierzig Generationen Oberschüpfer Familien sich in den vergangenen 1200 Jahren in der Oberschüpfer Kirche versammelt und gebetet haben, um Gott nahe zu sein auch Schutz vor bösen Nachbarn und feindlichen Mächten zu suchen, einfach die wichtigsten Ereignisse ihres Lebens mit diesem Kirchenraum verbunden und ihm anvertraut haben. Die Geburtstagskirche überstand viele strukturelle und traditionelle Veränderungen und sei ein Symbol der Beständigkeit, die auf die Liebe Gottes verweist. Nicht verschwiegen hat die Prälatin, dass  angesichts der demographischen und finanziellen Entwicklung das Thema Unterhaltung der Kirchen bei den kirchlichen Gremien nicht selten bis zur Zerreißprobe führt, aber anders als in den Großstädten niemand auf die Idee kommen würde, eine Dorfkirche zu verkaufen oder sie umzunutzen  Herr Oberkirchenrat Stefan Werner, als Gebietsreferent, sprach anfangs von einer Oberschüpfer Holzkirche. Und dass es selbstverständlich sei, eine solch hohes Jubiläum mit einem entsprechenden Fest zu feiern, ohne zu vergessen, sich mit der Kirche und dem Glauben auseinander zu setzen und zu überlegen, wo wir eigentlich herkommen, dass die früheren Zeiten von Armut gerade so geprägt waren. Auch für den Landkreis sei es ein gesellschaftliches Ereignis, so Landrat Reinhard Frank, der die Grüße des Kreises zur 1200 Jahr-Feier überbrachte. Überhaupt sei ein Gang durchs schöne Madonnenland, wie ein Gang durch eine 1000-jährige Geschichte wo all die kirchlichen und weltlichen Ereignisse stets auf Engste miteinander verbunden waren, so wie in Oberschüpf, wo alle Kräfte gebündelt dieses große Fest nun durchführen. In einer Zeit, wo die virtuelle Welt per Knopfdruck in Sekunden zu erfassen ist, sei Vorsicht geboten, dass die Gesellschaft nicht ihre persönlichen Verbindungen zueinander verlieren. Daher sei es wichtig, dass die Kirchen der Jugend und den Familien Werte der Geborgenheit vermitteln.

Was wäre, wenn das Geburtstagskind Kirche sprechen könnte, so Dekan Rüdiger Krauth da würde es sagen: „Es ist schön dass ihr an mich denkt, aber es gibt  Tage, da frag ich mich, wo steckt ihr eigentlich, wenn die Glocken läuten? Aber ich  glaube zu wissen, dass der bequeme Sessel zu Hause schöner ist, als meine harte Kirchenbank, aber wisst ihr, kein Gebäude ist so alt wie das Kirchenhaus, wo viel Menschen glücklich aber auch schon viele Menschen geweint haben und dafür bin ich da, so die Sprache des Gotteshauses, die weiter sagt, seid Gott dankbar, dass ihr in Frieden leben dürft. Grußworte kamen des weiteren von Bürgermeister Christian Kremer, im Namen der Stadt Boxberg, der seitens der Stadt stolz ist, dass die Kirchengemeinde dieses Jubiläum feiern darf, wo seit vielen Jahrzehnten aus dem vierkantigen Turm der Kirche die Glocken rufen und seit vielen Jahren die Menschen zum Gebet und der Einkehr zusammen kommen. Weiterhin bieten die intakten Kirchengemeinden ein eingebunden sein in die Gesellschaft. Ortsvorsteher Ulrich Weiland bezog sich auf das „Alte Testament, im 5. Buch Moses, Gedenke der vorigen Zeiten und habe acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht“. So feiere die ev. Kirchengemeinde Oberschüpf in diesem Jahr ich großes ökumenische Kirchenjubiläum. Er bedankte sich schon im Vorfeld für die Zusammenarbeit der vielen Vereine untereinander, die sich zum Gelingen dieses Festes einsetzen. Auch die Kirchengemeinderatsvorsitzende Gudrun Schirmer sprach Grußworte im Namen der Kirchenältesten und freute sich sichtlich über den guten Besuch. Auch Pfarrer Dafferner, von der katholischen Schwesterkirche hatte einige besinnliche Worte an die Anwesenden parat. Einen großen Part beim Festakt hatte die ausführliche Vorstellung der Festschrift durch den Heimatforscher und Chronist Rolf Rüdiger. (Wir berichten noch). Zu guter letzt durfte Andreas Oehm, Vorsitzender der GWF Franken, die eigens für die Festtage limitierte Edition Jubiläumsweine vorstellen. Ein „2005er Oberschüpfer Altenberg Schwarzriesling“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet und in über 1000 Bocksbeuteln abgefüllt, wird er ab sofort zum Kauf angeboten, davon je 1 Euro für das neue Kirchendach der ehrwürdigen 1200 Jahre alten Oberschüpfer Kirche zufließt. Ein überaus wohlschmeckender Tropfen für einen guten Zweck, der alle Sinne beflügeln wird, so Andreas Oehm. Nach „Großer Gott wir loben dich“, sprach Pfarrer Dr. Kücherer den Segen und über gings vom historischen Gemäuer des Schlosskellers  in eine tolle  Gesprächsatmosphäre in den schönen neu renovierten Schlossräumen bei einem guten Glas Wein und angebotenen Köstlichkeiten.

Waltraud Henninger

Bild mit den Ehrengästen siehe: 'Bilderbogen'

Ein Festakt zur historischen Zeitepoche von 1200 Jahre Kirche Oberschüpf fand am Samstagabend im ehrwürdigen 420 Jahre alten Oberschüpfer Schloss unter Anwesenheit vieler Ehrengäste statt. Diesen fast biblischen Geburtstag will der gesamte Schüpfergrund vom 13. – 15. Juli diesen Monats gebührend feiern. Pfarrer Dr. Heiner Kücherer von der evangelischen Kirche Schüpfergrund durfte zu dieser vorangegangenen Festivität eine große Anzahl an Gästen, im Besonderen aber viele Rangoberen von kirchlicher als auch politischer und adliger Seite begrüßen. Unter den Ehrengästen galt sein besonderer Gruß vor allem Herrn Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Würzburg, Frau Prälatin Ruth Horstmann Speer mit Gatten, Mannheim, Herrn Oberkirchenrat Stefan Werner, Karlsruhe, Herrn und Frau Durchlaucht den Fürsten zu Hohenlohe-Öhringen, Herrn Landrat Reinhard Frank, Herrn Dekan Rüdiger Krauth, Hirschlanden, Herrn Pfarrer Michael Dafferner von der kath. Schwesterkirche Unterschüpf, Herrn Bürgermeister Christian Kremer samt Gattin Boxberg, Ortsvorsteher Herrn Ulrich Weiland mit Gattin, Heimatforscher Herrn Rolf Rüdiger mit Gattin, Unterschüpf und vom Winzerhof Oehm Oberschüpf Herrn Andreas Oehm mit Gattin. Aus der Reihe der Genannten kamen viele Grußworte zum Jubiläum, verbunden mit markanten, geschichtlichen Epochen aus 1200 Jahren, sowie als Höhepunkt eine Präsentation von Heimatforscher Rolf Rüdiger für sein erstelltes Heimatbuch „1200 Jahre Kirchengeschichte Oberschüpf“ als auch der Vorstellung eines limitierten Editions-Jubiläumsweins von Andreas Oehm. Das Quintett der Musikkapelle Umpfertal unter Dieter Braun, war mit von der Partie und umrahmte die gesamte Feier mit ihrer entsprechenden Blasmusik.Tausend und abertausend Jahre sind ins Land geflossen und das Land hat die Menschen getragen, so die Eröffnungsworte von Pfarrer Dr. Kücherer. Spuren einer jahrtausendlangen Geschichte in und mit dem schönen Kirchlein in Oberschüpf, dort zwischen steilen Hängen viel Wasser in dieser Zeit den „Schüpfbach“ hinunterfloss, aber auch schwere Fluten wüteten, die das Tal und die Kirche heimsuchten. Aber nun heißt es innezuwerden, genau hinzuhören und den Zeitenfluss zu überdenken, sich zurück zu besinnen an Menschengenerationen, die zwischen Gebären, Sterben, Leben und Arbeiten, Lieben und Leiden ihren Weg in diesem Tal gesucht haben, das Land mit all ihrer Kraft und Leidenschaft prägten und Trost und Mahnung in einem kleinen Kirchenraum empfangen haben. Von der Kaiserurkunde, einer in Latein geschriebenen Tauschurkunde aus dem Jahre 807,  durch „Kaiser Karl der Große“ genehmigt, die sich im Stadtarchiv von Würzburg befindet, sprach Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, die extra zu diesem Abend in Rahmen gefasst zu sehen war. Eine Tauschurkunde in der der Würzburger Bischof Egilwart eine große Rolle spielte, da er für seinen Domstift eine Kirche im Taubergau suchte und hier der Name „Sciffa“ Schüpf auftaucht. Von der Kirchenreformation, dem erworbenen Patronatswechsel des Ritter Albrecht von Rosenberg und dem Leben der Menschen im Schüpfer Tal, die hier nicht gerade eine schöne Zeit erlebt hätten, die für dessen Bewohner nicht immer erquicklich war.

Bilderbogen

 

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